Rolf Kohlrausch
Der Pianist Rolf Kohlrausch stammt aus Hannover und erhielt seinen ersten prägenden Klavierunterricht durch Gertrud Morgenstern-Konwitschny, einer Schwester des berühmten Gewandhaus-Kapellmeisters Franz Konwitschy. Er studierte bei Branka Musulin, Sontraud Speidel und Leonard Hokanson in Frankfurt/M. und Karlsruhe, ergänzt durch Privatunterricht in Paris bei Yvonne Lefébure, der ehemaligen Assistentin von Alfred Cortot.
Auftritte in Deutschland und weiteren europäischen Ländern zeugen von einer regen Konzerttätigkeit. Bei seinem Debut in London sprach der Kritiker des Daily Telegraph von einer „lebendigen Wiedergabe“ und einem „individuellen geistreichen Spiel“. 2012 gelang ihm der Sprung nach Lateinamerika. Erstmalig gastierte er in Sao Paulo, Rio de Janeiro, Bogotá und Medellin, wo ihn das Publkum stürmisch feierte. Das führte 2015 zu einer erneuten Konzertreise durch Kolumbien, bei der Kohlrausch, außer wieder in Bogotá, auch zu zwei Gastspielen beim XXXII. Festival de Piano der Univeridad Industrial de Santander in Bucaramanga und Barrancabermeja eingeladen wurde.
Neben seinen Konzerten wirkt Kohlrausch auch als engagierter Pädagoge, der allen Interessierten gern den Weg zur Musik ebnet. 1985 folgte er einem Ruf an die Universität Augsburg als Leiter einer Klavierklasse. 2007 weitete er seine Lehrtätigkeit zusätzlich auf die Universität Würzburg aus. Diese Tätigkeiten hat er 2018 auf Grund neuer künstlerischer Herausforderungen beendet. 2016 übernahm er den stellvertretenden Vorsitz des Kulturkreises Taunus-Rhein-Main e.V. in Bad Homburg. Seit 2017 ist er künstlerischer Leiter der Sparte „Pro Musica“ des Kulturkreises Oberursel e.V. und 2019 wählte ihn die Chopin-Gesellschaft Taunus e.V. zu ihrem Präsidenten. Auf Grund seiner vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten erhielt Rolf Kohlrausch 2018 die silberne Ehrennadel der Stadt Bad Homburg, 2022 den Bürgerpreis der Taunus Sparkasse und 2026 den Ehrenbrief des Landes Hessen.
